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Vier Fragen an Dr. Klaus Kowalke

Vier Fragen an Dr. Klaus Kowalke

Dr. Klaus Kowalke ist Buchhändler von Lessing und Kompanie in Chemnitz. Als Mitglied in der Jury des Deutschen Sachbuchpreises 2020 hat er uns ein paar Fragen zur Juryarbeit und Sachbüchern beantwortet:

 

1. Worauf freuen Sie sich am meisten als Juror des Deutschen Sachbuchpreises?

Am meisten freue ich mich tatsächlich über den Austausch mit den Jurorinnen und Juroren über die vielfältigen Sachbuchthemen. Die Jury ist mit unterschiedlicher Expertise besetzt und breit aufgestellt. Ich freue mich auf die Qual der Wahl.

 

2. Was macht für Sie ein gutes Sachbuch aus?

Ein gutes Sachbuch ist unabhängig vom Thema gut erzählt, besitzt eine thematische Relevanz und muss gut strukturiert sein, d. h. Quellenangaben, Register, etc. sollten wissenschaftlichen Standards genügen. Ferner spielt die herstellungstechnische Qualität im Verhältnis zum Inhalt eine Rolle. Insbesondere illustrierte und mit Tabellen versehene Bücher sollten einen attraktiven Satzspiegel haben und andere Qualitäten aufweisen: z. B. Papierauswahl, Einbandgestaltung.

 

3. Sie sind Sachbuchprofi – welche Rolle spielen Sachbücher in Ihrem Arbeitsalltag?

Ich liebe Sachbücher! In unserer Buchhandlung wird das Segment der Sachbücher gepflegt und deshalb verkaufen wir in dieser Warengruppe entsprechend viele. Am liebsten lese ich auch privat Sachbücher. Meine Themen sind Geschichte, Philosophie und Archäologie, aber auch soziologische Fragestellungen, politische, ökonomische und ökologische Themen üben nicht nur einen Reiz aus, sondern gehören zum breiten Interessenspektrum.

 

4. Die Sachbuchumsätze steigen – Was, denken Sie, sagt das über die Leserinnen und Leser aus?

In der Tat eine erfreuliche Entwicklung. „Erkenntnisse benötigen Aufmerksamkeit“, Leserinnen und Leser bedürfen der Erkenntnisse. Gut so.


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