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Vier Fragen an Tania Martini

Vier Fragen an Tania Martini

Tania Martini, Redakteurin für das Politische Buch und Geisteswissenschaften in der taz, über die Arbeit als Jurorin des Deutschen Sachbuchpreises und Sachbücher:

Worauf freuen Sie sich am meisten als Jurorin des Deutschen Sachbuchpreises?

Ich freue mich auf viele Entdeckungen, auf die Diskussionen mit der Jury und das Ringen um das preiswürdigste Buch. Aber am meisten freue ich mich auf das Lächeln im Gesicht des/der Preisträger*in.

Was macht für Sie ein gutes Sachbuch aus?

Höchste Sachkenntnis, klare Analyse, scharfe Argumentation und der Mut, Ideologeme gegen den Strich zu bürsten anstatt diskursive Zugehörigkeiten zu signalisieren, denn das langweilt mich zunehmend. Auf keinen Fall sollte es Trost spenden, wie Voltaire das von einem guten Buch wünschte, dafür gibt es Haustiere. Gute Bücher sind wie gute Beziehungen, sie ermöglichen eine andere zu werden als die, die man ist.

Sie sind Sachbuchprofi – welche Rolle spielen Sachbücher in ihrem Arbeitsalltag?

Ich bin Sachbuchredakteurin in einer überregionalen Zeitung, deshalb spielen Sachbücher freilich die größte Rolle. Ich habe den schönsten Job in der Zeitung, den man haben kann.

Die Sachbuchumsätze steigen – Was, denken Sie, sagt das über die Leserinnen und Leser aus?

Krisen sind gut für die Umsätze und Krisen gibt es ja genügend. Aber wirklich interessant ist ja, dass trotz des Häppchenwissens, das in den sozialen Netzwerken regiert, das Bedürfnis nach Wissen und Aufklärung nicht verschwindet.


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[Translate to Englisch:] Stiftung Buchkultur und Leseförderung

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[Translate to Englisch:] Deutsche Bank Stiftung

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