© Jürgen Bauer/Suhrkamp Verlag
Dreihundert deutsche Männer, schrieb Walther Rathenau zu Beginn des 20. Jahrhunderts, bestimmten die wirtschaftlichen Geschicke des Kontinents. Er meinte das enge Geflecht aus Bankiers, Industriekapitänen und Lobbyisten, das sich mit dem Aufstieg von Firmen wie der Allianz, Krupp oder Siemens herausgebildet hatte. Man kannte einander, man sprach miteinander – und man sprach sich ab. Bis in die 1990er Jahre prägte dieses Netzwerk namens „Deutschland AG“ die Politik und die Unternehmenskultur in der Bundesrepublik.
Aus der Geschichte einer kleinen männlichen Elite entwickelt Konstantin Richter ein vielschichtiges Panorama deutscher Machtverhältnisse. Im Zentrum seiner Analyse stehen die wichtigsten Akteure und ihre persönlichen, wirtschaftlichen und politischen Verflechtungen, die im Kaiserreich begannen, sich in der Deutschland AG verdichteten und bis in die Gegenwart nachwirken. Ein eindringliches, erhellendes Buch über die Kontinuität von Einfluss und Ordnung in 150 Jahren deutscher Wirtschaftsgeschichte.
Konstantin Richter, geboren 1971, ist Autor und Journalist. Er hat regelmäßig für deutsch- und englischsprachige Medien wie The Wall Street Journal, The Guardian, The New York Times oder Die Zeit geschrieben. Darüber hinaus hat er mehrere Bücher veröffentlicht, zuletzt 2017 „Die Kanzlerin. Eine Fiktion“.
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