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Vier Fragen an Alice Bota


Vier Fragen an Alice Bota

Vier Fragen, ein Buch – Alice Bota über „Die Frauen von Belarus“ (Berlin Verlag):

Worum geht es in „Die Frauen von Belarus“?

Es geht um den Kampf um Freiheit und die Erfahrung der Überwindung - oder,  weniger abstrakt: Eine Hausfrau fordert einen Diktator heraus, findet sich wider Willen als Anführerin eines freien Belarus wieder und bezahlt dafür einen unglaublich hohen Preis, wie die belarussische Gesellschaft auch.

Warum schreiben Sie über dieses Thema?

Weil es eine der unglaublichsten und zugleich am meisten unterschätzten Geschichten ist, die sich mitten in Europa abgespielt hat. Und weil diese Geschichte, wie man dieser Tage wieder sieht, Weltpolitik bedeutet: Alexander Lukaschenko hat entschieden, sein Land zur Kriegspartei gegen die Ukraine zu machen.

An welche Leser*innen haben Sie beim Schreiben gedacht?

An meine Nachbarin, meine Cousinen, meine Eltern. Mir war es wichtig, das Buch so zu schreiben, dass es auch zu jenen spricht, die kaum etwas von Belarus gehört haben. Ich habe mich als Übersetzerin verstanden und nicht als Expertin.

Welche eindrückliche Begegnung hatten Sie beim Schreiben des Buchs?

Kürzlich bei einer recht gut besuchten Lesung in Köln: Eine ältere Frau meldet sich, fängt an zu erzählen und weint. Alle schweigen, hören ihr zu. Sie kommt aus Belarus, lebt seit vielen Jahren in Deutschland und hilft nun aus der Ferne. Sie war dankbar für das Buch und die Lesung, weil es ihr Land nicht vergessen ließ.


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