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Der Gewinner des Deutschen Sachbuchpreises 2026 ist Konstantin Richter. Er erhält die Auszeichnung für sein Werk „Dreihundert Männer“ (Suhrkamp Verlag).
„Die Deutschland-AG bestimmt bis heute unser Selbstverständnis als erfolgreiche Wirtschaftsnation. Wie wenig die damit verbundenen Vorstellungen und Konzepte noch auf die Gegenwart passen, zeigt Konstantin Richter in seiner Geschichte der deutschen Wirtschaft seit der frühen Industrialisierung. In kunstvoller Montage stellt er dar, wie das Netzwerk der ,300 Männer‘ auf persönlicher, wirtschaftlicher und politischer Ebene Deutschland geprägt hat. Deutlich wird: Das hatte seinen Preis. Nostalgie hilft nicht weiter. Konstantin Richter macht sichtbar, was sich hinter dem abstrakten Bild der ,deutschen Wirtschaft‘ verbirgt – und liefert so eine Grundlage, die richtigen Schlüsse für die Zukunft zu ziehen.“
Konstantin Richter erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro; die sieben Finalist*innen erhalten jeweils 2.500 Euro. Der Preisträger wurde in mehreren Auswahlstufen ermittelt. Die sieben Jurymitglieder haben seit Ausschreibungsbeginn 239 Titel gesichtet, die ab April 2025 erschienen sind. Aus diesen Sachbüchern hat die Jury eine acht Titel umfassende Nominierungsliste zusammengestellt.
Die Preisverleihung mit einem Grußwort von Jana Schiedek, Staatsrätin für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg, fand im Kleinen Saal der Elbphilharmonie statt. Durch die Verleihung führte Moderatorin Katty Salié (ZDF-Sendung „aspekte“). Der Stream der Veranstaltung ist online abrufbar.
Mit dem Deutschen Sachbuchpreis zeichnet die Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels das Sachbuch des Jahres aus. Ausgezeichnet wird ein herausragendes Sachbuch in deutschsprachiger Originalausgabe, das Impulse für die gesellschaftliche Auseinandersetzung gibt.
Hauptförderer des Preises ist die Deutsche Bank Stiftung, darüber hinaus unterstützen die Stadt Hamburg und die Frankfurter Buchmesse die Auszeichnung. Die ZDF-Kulturreportage „aspekte“ und Deutschlandfunk Kultur sind Medienpartner des Preises.
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